68. Jahrgang

Auktionsberichte

179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Hochwertige Besonderheiten der Posthornserie


26.08.2017 | Auf Generationen von Bund-Sammlern übt die Posthornserie einen be­sonderen Reiz aus. Davon zeugt auch eine Sammlung, die in einem Son­derteil mit 100 Losen im Rahmen der 179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 1. und 2. September 2017 präsentiert wird. Hierbei handelt es sich um die Auflösung einer bedeutenden Ausstellungssammlung, die fast aus­schließlich hochwertige Besonderheiten der Posthornserie umfasst, dar­unter Probedrucke, seltene Zusammendrucke, diverse postfrische Ein­hei­ten (z.T. mit Bogenrändern), rare Abarten, gesuchte Wasser­zei­chen, Bo­gen­ecken mit Plattennummern und vieles mehr.


Außergewöhnliche Angebote

Beispielhaft genannt seien die Lose 509 und 510, die Markenheftchenbogen 1 und 2, jeweils in postfrischer Erhaltung, mit einem Michel-Katalogwert von je 5000 Euro, die für jeweils 1400 Euro ausgerufen werden. Der Posthornwert zu 80 Pf auf seltenem Vor-Ersttagsbrief aus Bielefeld (Los 587) wird für 600 Euro Startpreis angeboten. Los 597 prä­sentiert die Posthornmarke zu 90 Pf im Dreierstreifen als seltene portogerechte Mehrfach-Frankatur auf Luft­post-Brief von Hannover nach Argen­tinien (Aus­ruf: 600 Euro).

Der bekannte Philatelist und Verbands­prüfer René Simmermacher hat in den letzten Jahrzehnten eine höchst an­spruchsvolle Sammlung zusammengetragen, die auf eindrucksvolle Weise die verschiedenen Grenzrayons der Schweiz sowie deren angrenzender Nachbar­länder dokumentiert, zwischen denen für einige Gebiete Son­dervereinba­run­gen über ein ermäßigtes Briefporto im grenznahen Postver­kehr bestanden. Rund 215 Lose mit postgeschichtlich hoch­interessanten und teils einzigartigen Belegen aus der Schweiz, Deutsch­land, Österreich, Liech­tenstein, Ita­lien und Frankreich um­fasst das Ange­bot. Zwei Unikate finden sich im "Ba­den-Teil“ der Samm­lung: Los 719, ein attraktiver, doppelt gelaufener Brief aus Engen nach Schaff­hausen (und zu­rück) aus dem Jahr 1859 kombiniert eine badische 3 Kr. schw./blau mit ei­ner Schweizer Strubel 10 Rp. (Ausruf: 1000 Euro). Mit Los 778 kommt ein Nachnahme-Streifband aus dem Jahr 1870, frankiert mit 1 Kr. grün und 3 Kr. rosa, zum Angebot, als Grenzrayon-Nachnahme-Drucksache eine Rarität ersten Ranges (Ausruf: 1200 Euro). Eben­so selten bzw. einzigartig ist ein Brief aus dem Deutschen Reich von Gren­zach nach Basel aus dem Jahr 1934, frankiert mit einem Nothilfe-Block mit Zusatzfran­katur 1 und 6 Pf auf portogerechtem Grenz­rayon-Einschrei­be­brief (Los 823). Por­togerechte Briefe mit dem Not­hilfe-Block sind selten (MICHEL „-,-”), als Grenzrayon-Brief Uni­kat (Ausruf: 2000 Eu­ro).

Bereits der Verkauf des ersten Teils der Holt­haus-Samm­lung "Deutsches Reich Inflation 1919-1923“ im Rahmen der 177. Rauhut-&-Kruschel-Auktion hat für viel Aufsehen gesorgt. Der dokumentarische Briefteil ist nach einzelnen Tagesdaten aufgebaut und zeigt die Entwicklung der Portostufen auf beeindruckende Art und Weise anhand ausgewählter Belege. Der zweite Schwer­punkt sind die Aufdruck-Ausgaben, die sogenannten OPD-Drucke, die sich besonders über die Oberränder darstellen lassen. Dem Sammler ist es gelungen, bis auf weniger als fünf Rand-Va­rianten alle Oberränder der Inflati­ons-Zeit zu belegen. Nun kommt der zweite Teil dieser eindrucksvollen Kol­lek­tion, die über Jahrzehnte zusammen­getragen wurde, zum Ausruf. Erneut mit einer großen Zahl an her­ausra­gen­den Einzelstücken, folgen nun auch klei­nere Sammlungen der einzelnen Aus­gaben sowie spezialisierte Teile, die bei den Sammellosen angeboten werden. Das Spitzenstück ist zweifelsohne ein Unterrand-25er-Block der 800 T. a. 500 Mk. als Mehrfachfrankatur auf Brief vom 3.11.23 (restliches Porto mittels vorderseitigem "Gebühr bezahlt“-Stempel bar abgegolten). Es handelt sich um die größte bekannte ge­brauchte Ein­heit dieser Marke, mit Orts­stempel ein Unikat (Los 5223 - Ausruf: 12 500 Eu­ro).

Der "Raritätenteil“ bietet für Jeden etwas, wobei vor allem die Sammler der altdeutschen Sammelgebiete hier auf ihre Kosten kommen werden. Ein starker Teil "Braunschweig“ mit zahlreichen Marken und Belegen offeriert Raritäten ersten Ranges, darunter eine unbekannte Wasserzeichenabart der 3 Sgr. schw./rosa (MiNr. 8aY) auf Brief (Los 85 - Ausruf: 2000 Euro). Der Auk­tionssamstag (2. September) verspricht eines der um­fangreichsten und interessantesten Nach­lass-Angebot der Fir­men­ge­schichte.


Bildbeschreibung: Seltene Verwendung der 80 Pf Posthorn auf Einschreibebrief vom 15. April 1952, einen Tag vor dem Ersttag!

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