68. Jahrgang

Auktionsberichte

Spezialangebot DDR-ZKD


21.10.2017 | DRESDEN Die 176. Dresdner Briefmarken-Auk­tion, die am 15. und 16. November durchgeführt wird, umfasst rund 4400 Lose. Gut ein Viertel davon entfällt auf die starke Ab­teilung mit Sammlungen, Nachlässen und Par­tien.


Bei der Flug- und Zeppelinpost fällt der Nachlass des Kapitäns Wilhelm Dörr ins Auge. Er besteht aus 120 Original-Fahrt­be­richten des LZ 17 "Sachsen“, ergänzt durch 120 Lastenverteilungsbogen sowie 83 Baro­graphenkurven. Sie stammen alle aus dem Zeitraum vom 13. Februar bis 7. Au­gust 1914, je handschriftlich ausgefüllt und vom Luftschiff-Führer unterschrieben. Die meisten Fahrtberichte betreffen Leipzig und Fahr­ten von dort über Sachsen. Enthalten sind eine Fülle von Details zu Fahrten, zum Luft­schiff bzw. zu Personen. Die möglicherweise einmalige Zusammenstellung von musealem Charakter startet mit 16 500 Euro.

Der Altdeutschland-Teil zeigt eine gestempelte Bayern MiNr. 1 I a für 900 Euro Ausruf, einen Brief mit einem waagerechten Paar der Oldenburg MiNr. 11 a für ebenfalls 900 Euro und eine gestempelte, leicht reparierte Sachsen MiNr. 1 a für 1200 Euro. Bei den beliebten Inflationsausgaben des Deutschen Reiches finden sich u. a. gestempelte Exem­plare der MiNrn. 325 APb (1500 Euro), der 331 a (900 Euro) und der 336 AWb (500 Euro). Die Dienstmarke MiNr. D 97 Y in ge­stempelter Erhaltung geht mit 800 Euro an den Start. Die Deutschen Gebiete profitieren von der Auflösung einer General­samm­lung. Nur 70 Stück sind von der MiNr. 13 DD/K der Deutschen Besetzung Estland/El­wa bekannt. Es echtes und einwandfreies Exemplar ungebraucht ohne Gummi wird mit 600 Euro ausgerufen. Gleich zweimal vertreten ist der Volkshilfe-Satz der Saar 1928 gestempelt bzw. auf Briefstück (je 1200 Eu­ro). Aus dem Bund-Angebot ragt das nicht gestanzte Folienblatt der MiNr. 2747 hervor (800 Euro).

Mit kanpp 1200 Losen breit vertreten sind die Sammelgebiete SBZ und DDR. Bei der SBZ seien beispielhaft genannt: MiNr. 49 A DDII im postfrischen Originalbogen (2800 Euro), MiNr. 51 ctx DD postfrisch (500 Eu­ro) und ein Briefstück mit der MiNr. 232 Uo, die gestempelt bisher nicht be­kannt war (500 Euro). Ein DDR-Unikat ist ein waagerechtes Randpaar der MiNr. 339 xb XI mit Zusatzfrankatur auf portogerechtem Eilbo­ten-R-Brief (900 Euro). Weitere Highlights sind eine gestempelte MiNr. 310 YII (nur zwei bekannt, 1500 Euro), ein postfrischer Block MiNr. 11 XII (1800 Euro) und die Neuent­de­ckung MiNr. 479 XI postfrisch (1200 Eu­ro). Die selten angebotene Tele­gramm-Ganz­sache MiNr. T 1 ist mit 700 Euro angesetzt. Zur Auflösung kommt eine der besten Spe­zialsammlungen DDR-ZKD, die Sammlung Jörg Laborenz, mit vielen postgeschichtlich bedeutsamen Belegen. Bis heute ist nur ein Beleg von der 10 Pf in der Fehlfarbe Grün­schwarz [MiNr. ZKD (B) 2 F] bekannt. Es handelt sich um eine portogerechte Drucksache der 2. Ge­wichtsstufe (Klappe unverschlos­sen), die mit 1000 Euro ins Ren­nen geht.


Bildbeschreibung: Einziger Beleg mit DDR MiNr. ZKD (B) 2 F (1000 Euro).

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Auktionskalender

DatumAuktion
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218.-221. Corinphila-Auktion
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01.12.2017
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Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
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25.11.2017 Vortrag
Willi Melz "Postzeitungsvertrieb DDR“[mehr]
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