68. Jahrgang

Auktionsberichte

Auflösung einer großen Russland-Sammlung


18.11.2017 | HAMBURG Die Auflösung einer umfangreichen Sammlung Russland und Sowjetunion, die nach dem Ersten Weltkrieg beginnt und in der Neuzeit auf­hört, steht im Mittel­punkt des europäischen Einzellos-Ange­botes der 6. Verstei­gerung der Auction Galleries Hamburg am 1. und 2. Dezem­ber 2017. Darunter befinden sich Stücke, die seit Jahren auf deut­schen Auktionen nicht angeboten wurden.


Die erste Blockaus­ga­be zu Ehren des Dich­ters Puschkin erschien im Jahre 1937 und ist eigentlich keine "gro­ße Affäre". Der Block wurde normalerweise auf gestrichenem Papier gedruckt, doch ei­ne geringe Auflage erschien auch auf ge­wöhnlichem Papier. Diese Variante wird im Michel unter der MiNr. Block 1 y (gewöhnliches Papier) gelistet. Von insgesamt 140 000 gedruckten Blocks wurden nur 3000 auf ge­wöhnlichem Papier produziert. Ein postfrisches Exemplar eröffnet den Reigen in dem wohl vollständigen Blockangebot. Ebenso rar ist der sogenannte "Mausoleumsblock", der 1949 in gezähnter und - noch seltener - ungezähnter Ausführung erschien und der das Lenin-Mausoleum auf dem Roten
Platz in Moskau zeigt. Insbesondere in ge­stempelter Erhaltung ist ein solches Exem­plar kaum einmal zu finden. Der kleine Schritt "Vom Erhabenen zum Lächerlichen" kennzeichnet auch die Preisspanne vom ge­zähnten zum ungezähnten Zeppelin-Satz von 1930. Während die gezähnte Version für wenige Euro zu haben ist, war die ungezähnte Ausgabe schon stets eine ernsthafte Angelegenheit im vierstelligen Preisbereich. Ein postfrischer ungezähnter Satz startet mit dem recht moderaten Schätzpreis von 2000 Euro.

Stets beliebt sind die Ausgaben der Volks­republik China, die mit mehreren guten Sätzen aus der Zeit der Kulturrevolution im Angebot vertreten sind. "Maos Thesen I" in den gesuchten 5er-Streifen sind ebenso zu finden wie weitere Spitzenausgaben aus die­ser Zeit. "Mädchenblock" und "Roter Affe" als praktisch "moderne" Neuheiten vom Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre dürfen nicht fehlen. Bei Afrika lohnt ein Blick auf die Ausgaben der Kap-Region. Dabei sind Besonderheiten wie Ausgaben aus dem be­setzten Mafeking oder aus Transvaal. Ein 7er-Blockstück des 1 Schilling-Wertes 1883 von Transvaal enthält eins der seltenen Tête-Bêche-Paare in gestempelter Erhaltung. Das sieht man nicht so oft.

Das Deutschland-Angebot lässt in Bezug auf die "Standard"-Ausgaben keine Wünsche offen. Daneben gibt es zahlreiche Beson­derheiten, von denen zwei originelle der Deutschen Kolonien hervorgehoben seien: Zum einen eine Postkarte von Deutsch-Südwestafrika aus dem Jahre 1900, die an den "Trompeter Kirschstein in der Kaiserl. Schutztruppe" bei der "Nord-Expedition" adressiert ist. Was es mit dieser Expedition auf sich hatte und wofür man dort einen Trompeter brauchte, wird im Auktions­ka­talog geschildert. Eines ist sicher - ein zweites Stück wird man so schnell nicht finden. Zum anderen ist ein Zwischenstegpaar der 50 Pf Krone/Adler, gebraucht als Vorläufer-Ausgabe in SAMOA im Jahre 1899, eine kleine Rarität.


Bildbeschreibung: Puschkin-Block auf gewöhnlichem Papier.

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17.12.2017 Briefmarken-, Münz- und Ansichtskartentausch
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17.12.2017 Groß­tausch­tag
45772 Marl-Sickingmühle/Restaurant ... [mehr]
17.12.2017 Groß­tausch­tag
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17.12.2017 Tausch­tag
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17.12.2017 Tausch­tag
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