68. Jahrgang

Auktionsberichte

Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben


18.11.2017 | AACHEN Mit einem gewohnt starken Teil Deutsches Reich beginnt die 61. AIX-PHILA-Briefmarkenauktion am Freitag, dem 1. De­zember.


Eine 2 Kreuzer Kleiner Brustschild postfrisch startet mit 1200 Euro. Es folgt die übliche ge­hobene Standardware mit mehrfach Po­lar- bzw. Chicagofahrt sowie Block 1 bis 3. Nach etlichen Zeppelinbriefen kommt Ober­schlesien mit kompletten Bogen, Memel mit u. a. MiNrn. 206/29 postfrisch (Ausruf 500 Euro) sowie Danzig mit kleinem Innendienst zeitgerecht gestempelt sowie großem In­nendienst ungebraucht (Start­preis je 500 Eu­ro). Spektakuläre Ausgaben der Besetzung Zweiter Weltkrieg schließen sich an: Insel Brac MiNr. I/VI startet mit 400 Euro, ein 4er-Block Elwa (MiNr. 16) mit 800 Euro und Pernau MiNr. 5/10 I mit 600 Euro. Kaum bekannt sind echt gelaufene Briefe aus Moiseküll (Estland); eine Ant­wortkarte mit u. a. der sehr raren MiNr. 5 frankiert geht mit 2000 Euro ins Rennen, ebenso wie eine Serie aus Montenegro mit der MiNr. 19.

Von Nachkriegsdeutschland ist mit mehreren Posthornsätzen und Währungsblocks al­les dabei, was Rang und Namen hat.
Polens Nummer 1 kommt gleich mehrfach unter den Hammer. Dabei dürfte ein Brief aus Kalisz den Startpreis von 500 Euro ebenso deutlich übertreffen wie die in nur vier Stücken existierende Aufdruckmarke aus Brwinow zu 10 Zloty, die mit 800 Euro an­gesetzt ist.

Dass schließlich Marken und Blocks der VR China - dem Trend folgend - wohl wieder raketenartig in die Hö­he schießen werden, ist eigentlich schon ausgemacht.

Annähernd 1500 Samm­lungen, Posten und Nachlässe werden am Samstag versteigert. Neben ganzen Regalen- bzw. -fä­chern ab 10 bis 2500 Euro ragt eine spektakuläre Spezial­samm­lung Königreich Sach­sen in zwei Teilen her­aus. Die Kollektion un­gestempelter Marken mit etlichen Probedrucken startet ebenso mit 6000 Euro wie der zweite Teil mit ge-brauchten Marken (u. a. dreimal MiNr. 1), Num­mernstempeln und Briefen. Belgien bie­tet eine fast komplette Sammlung alt und neu (2000 Euro), China eine modernere Kol­lektion mit u. a. dem "Roten Affen" (3000 Euro). Auch andere Gebiete wie Deutsch­land, Liechtenstein oder Skandinavien sind reichlich vertreten. Eine postgeschichtlich enorm interessante Sammlung von Briefen der israelischen Postämter 1948 mit etlichen extrem seltenen Einschreibebelegen dürf­te großes Interesse hervorrufen - und das nicht nur wegen des niedrigen Start­preises von 1000 Euro, der wohl schnell Ma­kulatur wird.

Wie schon bei den vergangenen Auktionen erwarten die Veranstalter eine große internationale Saalbeteiligung, verbunden mit spektakulären Steigerungsraten.


Bildbeschreibung: Echt gelaufene Antwortkarte aus Moiseküll (Estland) mit u. a. der raren MiNr. 5 (2000 Euro).

» www.aixphila.de

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Auktionskalender

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Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
17.12.2017 Briefmarken-, Münz- und Ansichtskartentausch
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