Königliche Briefe an historischem Ort: Social-Philately-Werbeschau mit Vernissage im Schloss Glücksburg

Es sind faszinierende historische und postgeschichtliche Unikate, die bald an einem ganz besonderen Ort ausgestellt werden: Briefe europäischer Königsfami­lien, die in engem Zusammen­hang mit dem Schloss Glücks­burg stehen. Dieses Schloss ist nicht nur eines der schönsten Was­serschlösser Deutschlands, sondern auch der Stammsitz einer Familie, deren Mitglie­der in den vergangenen beiden Jahrhunderten in die kö­niglichen Familien Eng­lands, Skan­di­naviens, Griechen­lands und Russlands einheirateten. Royale Verbindungen, die bis heute bestehen und die ein bedeutender Teil der Geschichte unseres Konti­nents sind.

Diese Geschichte wird nun wieder lebendig in diesen einmaligen Briefen der Dy­nas­tie Schles­wig-Holstein- Sonderburg-Glücks­burg und der mit ihnen verwandten Familien, die ab April in Glücksburg ausgestellt werden. Dokumente, die oft sehr persönliche Einblicke in große und kleine Ereignisse aus dem königlichen Alltag geben, menschliche und nicht selten berührende Geschichten: von der dänischen Prinzessin Alexandra, die an der Seite des britischen Thronfolgers Albert Edward trotz schwerer Erkrankung zu einer selbstbewussten Modeikone wurde und die ihrer Zeit damit weit voraus war. Von ihrem Mann, dem späteren König Edward VII, der seine Ehefrau mit zahllosen Mätressen betrog und der seine Dates dabei ganz klassisch mit kurzen Briefen („Ich komme zum Tee“) ankündigte. Oder auch vom jetzigen König Charles III, der in seinen Briefen gerne sehr persönliche Ratschläge gab. So schrieb er einer Hofdame vor seiner Hochzeit mit Diana im Juli 1981, sie möge doch „vorher aufs Klo gehen, denn du wirst in der Kathedrale lange warten müssen“.

Erzählt werden diese Anekdoten aus den Palästen Europas an einem unterhaltsamen Abend im Festsaal des Schlosses von der Journalistin Catrin Bartenbach, RTL-Königshaus-Expertin, und Peter Hornung FRPSL, Sammler königlicher Briefe und ebenfalls Journalist. In der Social-Philately-Wer­beschau, die an diesem Abend eröffnet wird und die bis September zu sehen ist, können die Gäste diese faszinierenden originalen Schriftstücke kennenlernen – an einem authentischen und fast magischen Ort, der damit auf immer historisch verbunden bleibt: Schloss Glücksburg.

Zu dieser Veranstaltung wird es auch einen Sonderstempel und eine besondere Postkarte geben – mit Abbildung der britischen Königin Alexandra, Tochter des „Ur-Glücksburgers“ König Christian IX von Dänemark, die vor einhundert Jahren gestorben ist. Im Schloss ist für vier Wochen ein Briefkasten, über den Briefe und Postkarten für den Sonderstempel aufgegeben werden können. Dieter Stephan (Windloh 57, 22589 Hamburg) vom Philatelistenverband Norddeutschland e. V. bietet einen Belegservice für die Sonderpostkarte an (2,50 Euro echt laufend, blanko 2 Euro).

Die Vernissage beginnt am 10. April 2025 um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erbeten bei s.ascheron@schloss-gluecksburg.de oder per Post an die Stiftung Schloss Glücksburg, z. Hd. Frau Dipl.-Kffr. Susanne Ascheron, Museumsdirektorin, Schloss Glücksburg, 24960 Glücksburg.